SCHLUCKBESCHWERDEN:

EOSINOPHILE ÖSOPHAGITIS?

INFOS FÜR BETROFFENE

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EOSINOPHILE
ÖSOPHAGITIS?

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Was ist eine eosinophile Ösophagitis?

Eine eosinophile Ösophagitis (kurz EoE, vom englischen Eosinophilic Esophagitis) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, deren Entstehung und Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Das Wort Ösophagitis ist eine Zusammensetzung aus „Ösophagus“, dem Fachwort für die Speiseröhre, und der Endung „-itis“, die in der Medizin stets für eine Entzündung steht. Gekennzeichnet ist diese Entzündung der Speiseröhre durch das Einwandern sogenannter eosinophiler Granulozyten (ein bestimmter Typ von weißen Blutkörperchen) in die Schleimhaut. Daher wird die Erkrankung als eosinophile Ösophagitis bezeichnet. Weiterlesen …

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Welche Symptome kann eine eosinophile Ösophagitis verursachen?

Bei Erwachsenen sind Schluckbeschwerden (Dysphagie) und/oder Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie) die Hauptsymptome einer EoE. Daneben treten oft auch Brustschmerzen, Sodbrennen und Würgereiz auf. Im schlimmsten Fall kann eine EoE sogar zu einer Blockade der Speiseröhre durch einen großen Bissen Nahrung führen – vor allem bei Fleischstücken. Der Fachbegriff dafür lautet „Bolusobstruktion“ oder „Bolusimpaktion“. Kann ein solcher Bissen (Bolus) nicht ausgehustet oder hochgewürgt werden, muss er vom Arzt mit dem Endoskop (einem dünnen flexiblen Schlauch mit Bildübertragung) aus der Speiseröhre entfernt werden.
Bei Kindern sind die Symptome vielschichtiger. Hier zeigt sich eine EoE oft auch indirekt durch Appetitlosigkeit oder Wachstumsstörungen (sog. Gedeihstörungen). Daher ist die Diagnose häufig schwieriger und erfolgt mitunter lange nach dem ersten Auftreten der Symptome – manchmal erst Jahre danach. Weiterlesen … 

Wenn Sie die beschriebenen Symptome über einen längeren Zeitraum bei sich feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Schluckbeschwerden und Halsschmerzen können auch eine Vielzahl anderer Ursachen haben. Sie sind z.B. ein Symptom bei Erkältung, Grippe (Influenza), Mandelentzündung oder Scharlach. Es gibt auch psychisch bedingte Schluckbeschwerden. Starke, akute oder länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Derzeit gibt es drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: die Einnahme von Medikamenten ([lokal wirksame] Kortisonpräparate und Protonenpumpenhemmer), die strikte Einhaltung einer Diät, bei der bestimmte allergieauslösende Nahrungsmittel (Allergene) gemieden werden, und einen Eingriff, bei dem die Speiseröhre im Rahmen einer Spiegelung (Untersuchung mit einem flexiblen Rohr mit Bildübertragung) geweitet wird. Diese Aufweitung der Speiseröhre wird auch als Dilatation bezeichnet. Weiterlesen …

Sensibilisierung für die Herausforderungen einer eosinophilen Ösophagitis
Eine chronische Krankheit bedeutet für die Betroffenen meist eine große seelische Belastung – zumal sie im Alltag mit größeren Einschränkungen und unangenehmen Situationen verbunden sein kann. Bei der EoE ist dies häufig der Fall: Aus Sorge, beim Essen durch Langsamkeit oder einen Zwischenfall aufzufallen, meiden viele Betroffene das Essen in Gesellschaft. Patienten kauen länger und trinken mehr Flüssigkeit zu den Mahlzeiten um Symptome zu vermeiden, und sie benötigen insgesamt länger für eine reguläre Mahlzeit. Dadurch ist die Lebensqualität oft erheblich reduziert.
Es ist daher sehr wichtig, sich und sein Umfeld gut über die Krankheit zu informieren. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung können EoE-Patienten dann mit größerer Selbstverständlichkeit am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre Lebensqualität steigern.